U15: Rückblick auf die Zwischenrunde zur Deutschen Meisterschaft in Berlin

Am letzten Wochenende haben sich die U15 Mädchen erstmals als Verein im überregionalen Ligawettbewerb mit den Gastgebern des TuS Lichterfelde, der BG 74 Göttingen und den uns bereits bekannten Citybasket Recklinghausen messen können. Wie der Liveticker und die Updates auf unserer Homepage bereits ausführlich berichteten, hatten unsere Bonnerinnen keine leichte Aufgabe zu meistern.

So traf man im ersten Spiel direkt auf den Norddeutschen Meister und Gastgeber, TuS Lichterfelde. Kein leichtes Spiel sollte die BG Girls hier erwarten, zumal man einmal mehr ersatzgeschwächt war. Gleich eine ganze Reihe von Ausfällen mussten die jungen Bonnerinnen am Samstagnachmittag verkraften, und so trat man ohne die langzeitverletzte Esther Kaltwasser und ohne die ebenfalls verletzte Sally Jo Hartmann an. Neben den zwei Leistungsträgerinnen fehlten außerdem die Starterinnen Liv Ackermann und Michelle Bogdan, die das Team schmerzlich vermissen sollte.

In der von Aufregung und Nervosität geprägten Spielpaarung gelang es den Berlinerinnen, den Gästen ihren Stempel aufzudrücken und diese vollkommen aus dem Konzept zu bringen. Das schnelle, physische Spiel war man nicht gewohnt, und obwohl es zunehmend gelang, die Presse auszuspielen, schafften die Bonner Mädchen es nicht, das Spiel zu beruhigen und ihren eigenen Rhythmus zu finden. So siegte Tusli verdient aber zu deutlich mit 69:46, was nicht wirklich dem gesamten Spielverlauf entspricht (20:5, 15:16, 16:15, 18:10). Coach Bea Waffenschmied zur ersten Turnierbegegnung: „Berlin hat es geschafft, über 40 Minuten hinweg ihr Spiel zu spielen und wir haben leider Harakiri-Basketball gespielt, der sehr wenig mit Teamzusammenspiel zu tun hatte. Berlin hat alle Spielerinnen super durchrotieren können und beinahe jede Spielerin hat punkten können. Eine tolle Leistung! Nichtsdestotrotz haben die Mädchen sich alles abverlangt und gekämpft – hier wäre unter anderen Umständen sicherlich mehr für uns drin gewesen!“

Nachdem man am Samstagabend gemütlich beim Italiener essen gewesen war und Konfirmationskind Liv Ackermann herzlich in Empfang genommen hatte, folgte zurück im Jugendgästehaus dann ein Teamgespräch, bei dem unter anderem der erste Turniertag reflektiert wurde.

Aus dem Gespräch heraus gefestigt und um eine weitere Spielerin gestärkt, zeigten sich die Bonnerinnen wie verwandelt gegen den Westdeutschen Meister aus Recklinghausen. Vielleicht lag es auch daran, dass man noch nie eine Partie mit vollständigem Kader gegen die starken Gegner gespielt hatte, doch spielten die BG-Girls viel freier und mutiger, aber vor allem als Team gegen die Citybaskets.

Das Spiel wurde von der starken Lilly Kaprolat mit zwei Punkten aus dem Feld eröffnet, und bis zur 7.Spielminute ging es ständig hin und her, bevor sich die Gegnerinnen einen 9:0-Lauf erkämpften, der ihnen das erste Polster für das zweite Viertel verschaffte (1. Viertel 25:12).

Im zweiten Viertel (20:18) spielte man geduldig und bedachter und hatte zusätzlich das Quäntchen Glück gepachtet, mit dem sich gleich vier Dreier am Stück durch unterschiedliche Spielerinnen verwandeln ließen. Mit diesen Dreipunktspielen blieb man den Recklinghausenerinnen weiterhin auf den Fersen, die aber nach wie vor mit fünfzehn Punkten (30:45) solide ihr Tempo beibehielten.

Aus der Halbzeit heraus erwischte man aus Bonner Perspektive keinen guten Start, ein weiterer 7:0-Lauf, diesmal angeführt durch die hervorragend aufgelegte Amelie Kröner (25 Punkte), ließ den Spielausgang bereits erahnen. Erfreulicherweise ließ das die Bonner U15 total kalt. Zwar hatte man nun mit zunehmend schwindenden Kräften zu kämpfen, aus denen viele vergebene einfache Chancen entstanden, es entstand aber zu keinem Zeitpunkt des Spiels der Eindruck, dass dies den Kampfgeist der als Team performenden Bonnerinnen in irgendeiner Form schmälerte (3. Viertel 18:8).

„Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung, die mein Team heute abgerufen hat, eine deutliche Steigerung zum Vortag ist erkennbar gewesen. Schade, dass wir dieses Jahr nicht die Chance hatten, ein einziges Mal vollständig gegen Recklinghausen zu spielen – da bleibt dann aber die Vorfreude auf kommende Saison umso größer! Weiterhin wünschen wir unseren Freunden aus Recklinghausen viel Erfolg beim Final 4, für das sie sich mit diesem Sieg bereits qualifiziert haben!“, so Coach Bea nach dem Spiel.

In der Pause vor dem Abschlussspiel gegen Göttingen entspannten die Bonnerinnen nach gemütlichem Mittagessen in der Sonne und arbeiteten liebevoll an ihren Muttertagsgeschenken.

Die vorletzte Spielpaarung der Zwischenrunde Nord bildeten nun zwei Teams, die beide noch keinen Sieg auf ihren Konten verbuchen konnten. Eine Frage der Ehre, dass beide hier noch einmal alle Reserven mobilisieren wollten, um zum Abschluss der Saison doch noch einen pinken Zettel zu ergattern. Allerdings hatten auch beide Seiten enorme Verluste einzustecken, denn jedes Team hatte mindestens zwei Spielerinnen, die körperlich und aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr einsatzfähig waren.

Nach dem Motto „Ein allerletztes Mal U15“ – denn die Altersklassen werden kommende Saison auf gerade Jahrgänge umgestellt – wollten es die Bonnerinnen noch einmal wissen und gingen gut eingestellt ins Spiel.

In der „Purple“ dominanten Partie, gelang es unseren Mädchen immer wieder, Stück für Stück ihren Punktevorsprung auszubauen, sodass alle Viertel gewonnen werden konnten, 10:13; 15:21; 11:13; 15:21. Die Göttingerinnen spielten mit allem, was sie hatten und gaben ebenfalls nie auf. Allerdings hatte Bonn doch noch mehr Reserven und konnte über eine starke Verteidigung und eine ebenso treffsichere Offensive den ersehnten ersten Sieg einfahren. „Ein schöner Abschluss für ein gut organisiertes Turnier und eine Saison, die es in sich hatte – Danke für euren Einsatz Mädels, ich bin sehr sehr stolz auf Euch!“, resümiert Trainerin Bea und zeigt sich glücklich darüber, dass die Mädchen das Turnier ohne weitere schlimme Verletzungen überstanden haben.

Einen Dank möchten wir den mitgereisten Eltern aussprechen sowie unseren drei Betreuerinnen Lydia, Tabea und Xenia, die den arbeitsbedingt verhinderten Moussa bestmöglich ersetzt haben! Danke für Euren Einsatz!

 

von Bea Waffenschmied