Unsere BG-Coaches 2.0: Jannik van Egdom

Die BG Bonn-Meckenheim hat sich zu einem der größten und erfolgreichsten Basketballvereine in NRW gemausert – eine Entwicklung, die ohne das leidenschaftliche Engagement unserer Trainerinnen und Trainer undenkbar wäre! Darum sollen auch in dieser Saison an dieser Stelle wieder in loser Folge unsere Coaches vorgestellt werden, deren Arbeit hinter dem Erfolg unseres Vereins steht.

Jannik van Egdom hat den Sprung ins kalte Wasser gewagt. Statt selbst auf Korbjagd zu gehen, steht der 20Jährige heute als Coach an der Seitenlinie und ist für die U12.1w der BG Bonn verantwortlich.

 

Jannik, wie bist du zum Basketball gekommen?

Ich bin mit 6 oder 7 Jahren über eine Ballspielgruppe zum Basketball gekommen und habe dann schon recht früh in der U12 meines Heimatvereins, dem TV Blatzheim, gespielt. Heute spiele ich nur noch an der Uni hin und wieder Basketball – für mehr fehlt mir neben dem Studium momentan leider die Zeit.

Wie bist du dazu gekommen, selbst eine Mannschaft zu coachen?

Nach meinem Abitur habe ich ein Jahr Freiwilligendienst in Namibia geleistet und dort für den Basketballverband gearbeitet. Die Arbeit als Coach hat mir dort so viel Spaß gemacht, dass ich das auch in Deutschland weiter machen wollte. So habe ich mich, nachdem ich mich an der Uni Bonn für mein Studium eingeschrieben habe, umgeschaut, welche Vereine es hier gibt und Kontakt zu Torsten Schierenbeck aufgenommen, und dann ging der Rest eigentlich ganz schnell…

Welchen Eindruck hast du in der kurzen Zeit, die du hier bist, von der BG Bonn gewonnen?

Die BG ist ein großer Verein mit vielen Teams. Das riesige Angebot ist natürlich super für alle Kids, die hier im Verein eine passende Mannschaft für sich finden können. Und ich finde es toll, dass alle Teams von zwei Coaches betreut werden… Nach meinem Eindruck sind alle Trainer hier im Verein total nett und wirklich supermotiviert…

Wie gestaltest du denn dein Training? Woher nimmst du deine Ideen?

Ich versuche das Training möglichst abwechslungsreich aufzubauen und jede Einheit durch neue Übungen spannend zu gestalten. Wir teilen die Gruppe oftmals auf beide Körbe auf, sodass Iqra, meine Co-Trainerin, und ich jeweils mit einer kleineren Gruppe intensiver und konzentrierter arbeiten können.

Inspirationen hierfür hole ich mich entweder aus den zahlreichen Basketballbüchern in meinen Schrank oder ich schaue mir Übungen bei der U14 von Sabine ab, wo ich als Co-Trainer dabei bin.

Was ist dir denn im Training besonders wichtig?

Mir sind die Intensität des Trainings und die Konzentration wichtig. Ich versuche die Pausen, in denen ich etwas erkläre, möglichst kurz zu halten. Wir machen natürlich immer wieder kurze Trinkpausen, aber dann soll es auch weitergehen. Ich will, dass die Kinder möglichst viel in Aktion sind. Zudem probiere ich viel individuelles Feedback zu geben und durch Einzelgespräche den Spielerinnen zu vermitteln, was ich im Training und in den Spielen von ihnen sehen will. Aber natürlich darf auch der Spaß nicht zu kurz kommen…

Und an der Seitenlinie? Wie agierst du als Coach im Spiel?

Ich bin immer ziemlich aktiv an der Seitenlinie. Ich kommentiere das Spiel eigentlich die ganze Zeit und versuche, mein Team während des Spiels zu coachen, nicht nur in den Auszeiten oder Viertelpause. Besonders bei einer U12 ist viel positives Feedback während eines Spiels wichtig für die Motivation.

Offense oder Defense?

Die Defense ist die Grundlage, die gerade dann wichtig ist, wenn ein Team neu zusammengestellt worden ist. Für ein Team wie meines ist es am Anfang immer leichter, einfache Punkte aus einer guten Defense heraus zu erzielen. Darum würde ich immer zuerst an der Defense einer Mannschaft arbeiten!

Welche Ziele hast du als Coach?

Ich bin ja selbst noch ziemlich jung. Deshalb will ich in den nächsten Jahren zuerst einmal im Mini-Bereich bleiben. Später könnte ich mir schon vorstellen, zum Beispiel einmal ein U16-Team zu coachen, aber ich finde, dass man dazu ein paar Jahre älter sein sollte. Einen gewissen Altersunterschied zwischen Trainer und Team finde ich schon wichtig.

Verfolgst du regelmäßig die Basketball-Bundesliga oder die NBA?

Ich möchte schon hin und wieder zu den Spielen der Baskets in den Telekom Dome gehen, und ich war früher auch manchmal bei den Spielen der RheinStars in Köln live dabei, denn ich komme ursprünglich aus der Nähe von Köln. Die NBA verfolge ich eigentlich nur während der Playoffs intensiv.