Unsere BG-Coaches(3): Julius Thomas

Die BG Bonn-Meckenheim hat sich zu einem der größten und erfolgreichsten Basketballvereine in NRW gemausert – eine Entwicklung, die ohne das leidenschaftliche Engagement unserer Trainerinnen und Trainer undenkbar wäre! Darum sollen an dieser Stelle in loser Folge unsere Coaches vorgestellt werden, deren Arbeit hinter dem Erfolg unseres Vereins steht.

Nach zwei Coaches, die schon seit Jahren Mitglied in unserem Verein sind, soll diesmal mit Julius Thomas, 19, ein Trainer zu Wort kommen, der erst in der vergangenen Saison zur BG Bonn-Meckenheim gestoßen ist und aktuell unsere U16.1 betreut.

 

Julius, welche Hobbys hast du?

Vor allem Basketball. Da bleibt kaum Zeit für anderes.

Wie bist du zum Basketball gekommen?

Ich bin durch meinen Vater zum Basketball gekommen. Er war Schiedsrichter und hat mich immer, wenn er gepfiffen hat, zu den Spielen mitgenommen – so bin ich fast zwangsläufig dazu gekommen, selbst Basketball zu spielen.

Wann war das? Und wann bist du zur BG Bonn gekommen?

Ich glaube, da war ich 8 Jahre alt. Ich habe zuerst in Bonn-Endenich gespielt, ab der U12 dann in Sechtem und ab der U14 bei den Telekom Baskets. Nach der U18 bin ich zur BG Bonn gewechselt und habe anfangs in der 2. Herrenmannschaft gespielt. In dieser Saison spiele ich in der 1. Herrenmannschaft von Torsten Schierenbeck.

Wie bist du dazu gekommen, selbst eine Mannschaft zu coachen?

Als ich in der U16 und ständig in der Halle war, hat mich irgendwann der Coach der U14 der Telekom Baskets angesprochen und gefragt, ob ich nicht Lust hätte, als Co-Trainer mit ihm die U14 zu betreuen. Das habe ich zwei Jahre lang gemacht, bevor ich letztes Jahr meine ersten Erfahrungen als Cheftrainer des Teams gemacht habe… – und nach meinem Wechsel zur BG Bonn hat mich Dominik Seger gefragt, ob ich Interesse hätte, unsere U16 zu coachen.

Wie war deine Anfangszeit als Trainer?

Es war natürlich zuerst einmal eine große Umstellung für mich, weil ich das Spiel jetzt von außen beobachten musste und nicht mehr selbst Teil des Geschehens auf dem Feld war. Aber ich habe mich eigentlich gleich wohl gefühlt in der neuen Rolle. Ich hatte das Glück, dass die Jungs in meinen Teams es mir immer relativ leicht gemacht haben, obwohl der Altersunterschied zwischen uns so gering war.

Was ist dir im Training besonders wichtig?

Am wichtigsten ist mir, dass die Jungs richtig Bock haben, in die Halle zu kommen und zusammen zu trainieren. Ich glaube, wenn die Jungs Spaß haben und dann so viel trainieren wie es geht, kommt der Erfolg sowieso mit der Zeit.

Worauf legst du bei deinem Coaching im Spiel besonderen Wert?

Ich glaube, es ist wichtig, dass man von der Seitenlinie aus die Jungs konstant motiviert, damit sie ein bestimmtes Level halten und Gas geben. Als Coach versuche ich gerade dann, wenn das Team vielleicht mal eine schlechte Phase hat und ein paar Punkte in Folge kassiert, positiv auf die Jungs einzuwirken, sie anzuspornen und ihnen zu helfen, indem ich die Sachen anspreche, die ich von außen sehe.

Wie gestaltest du dein Training? Woher nimmst du deine Ideen?

Ich hatte das Glück, dass ich mir dadurch, dass ich schon so lange selbst Basketball spiele, vieles von anderen Trainern abgucken konnte und dass ich im Basketball schon ziemlich viel erlebt habe. Da beobachtet man schon genau, wie der eine oder andere Coach in bestimmten Situationen reagiert und überlegt sich anschließend, ob man das selbst genauso oder vielleicht etwas anders gemacht hätte…

Welche Ziele verfolgst du als Trainer und mit deinem Team?

Persönlich habe ich mit der Möglichkeit, als 19Jähriger ein U16-NRW-Liga-Team zu coachen, natürlich erst einmal ein Ziel erreicht. Es wäre ja in meiner Lage leicht übertrieben, jetzt schon an neue Ziele zu denken… Zusammen mit meinem Team setze ich mir immer das Ziel, dass sich die Jungs weiterentwickeln. Letztes Jahr zum Beispiel hatten wir vielleicht keinen großen Erfolg von den Ergebnissen her, aber wir haben uns als Team trotzdem gut weiterentwickelt.

Welchen ersten Eindruck hast du von unserem Verein?

Ich bin wirklich glücklich, hier zu sein! Die anderen Coaches helfen mir extrem viel. Ich stehe zum Beispiel ständig mit Dominik und Torsten im Austausch, und ich habe den Eindruck, dass hier niemand Vorbehalte hat, sein Wissen weiterzugeben. Davon profitiere ich natürlich enorm. Außerdem sind hier alle total motiviert. Die Jungs, die ich trainiere, würden am liebsten noch ein viertes Mal pro Woche zum Training in die Halle kommen, und ich habe den Eindruck, das sieht in anderen Mannschaften ähnlich aus… So macht das natürlich allen Beteiligten eine Menge Spaß.

Hast du eine Lieblingsmannschaft? Hast du ein Vorbild?

Meine Lieblingsmannschaft in der Bundesliga, das sind natürlich die Telekom Baskets, und ich bin ein Riesen-Fan von Flo Koch, weil er es geschafft hat, sich aus der eigenen Jugend hoch bis in den Bundesliga-Kader zu spielen.

Die vielleicht schwierigste Frage zum Schluss: Was gefällt dir eigentlich am Basketball so gut?

Ich finde cool, dass viele Spiele im Basketball ziemlich eng sind und am Ende entscheidet, wer mehr Mumm hat, wer sich mehr traut. Im Basketball spielen so viele Faktoren eine Rolle: Du kannst ein Spiel gewinnen, weil du offensiv nicht zu stoppen bist und 120 Punkte erzielst, aber genauso gut kannst du gewinnen, wenn du eine super-aggressive Defense spielst und nur 40 Punkte zulässt, du kannst Spiele über den Kampf gewinnen, du kannst Spiele über dein Talent und deine Technik gewinnen… – ich glaube, das unterscheidet Basketball von vielen anderen Sportarten.