• 13.01.2026

JBBL: Dominanz in Leverkusen, knappe Niederlage gegen Trier

Sieg und Niederlage für die beiden Baskets-Kooperationsteams in der U16-Bundesliga

Das Team Baskets Bonn/Köln RAG rollt weiter mit Dominanz durch die JBBL. Bei den Bayer Giants Leverkusen gewann die Kooperationsmannschaft mit 111:84 und übernahm mit dem dritten Sieg im vierten Hauptrundenspiel die Tabellenführung in der U16-Bundesliga! Für das Team BonnRhöndorf setzte es derweil unter dem neuen Headcoach Lars von Saldern eine knappe 72:75-Niederlage gegen die Young Gladiators Trier, die zwar bitter ist, aber auch Mut für den restlichen Saisonverlauf macht.


Zum sechsten Mal dreistellig

Mit einem wahren Offensivfeuerwerk startete das Team Baskets Bonn/Köln RAG in die Auswärtspartie bei den Bayer Giants Leverkusen. 36 Punkte erzielte das Team von Trainer Tom Becker allein im ersten Viertel und konnte sich in einem rasanten Spiel somit bereits zweistellig absetzen (36:22, 10. Minute). Und auch im zweiten Viertel war die Bonn-Kölner Offensive nicht zu bremsen. Weitere 32 Punkte bis zur Pause resultierten in einer der besten Halbzeiten der gesamten Saison (68:43, 20.). Im dritten Viertel zeigten beide Teams ihre offensiven Qualitäten. Die Becker-Truppe verwaltete dabei den deutlichen Vorsprung souverän und war bereits vor dem Schlussabschnitt kurz davor, zum sechsten Mal in dieser Saison die 100-Punkte-Marke zu knacken (95:72, 30.). Im letzten Viertel ließ die offensive Produktion dann auf beiden Seiten deutlich nach und einige gute Wurfmöglichkeiten wurden liegen gelassen. Am dominanten Sieg des Team Baskets Bonn/Köln RAG änderte das nichts mehr. Durch den 111:84-Erfolg in Leverkusen steht das Kooperationsteam nun an der Tabellenspitze der Hauptrundengruppe 3 in der U16-Bundesliga.

Stimme zum Spiel

Tom Becker (JBBL-Headcoach Team Baskets Bonn/Köln RAG):

„Wir konnten von Anfang an eine sehr überzeugende Performance abliefern. Wir sind sehr bereit ins Spiel gestartet, konnten uns direkt durch ein paar schnelle Scores absetzen können dann ist Leverkusen eigentlich die ganze Zeit hinterhergelaufen. Unseren Vorsprung konnten wir kontinuierlich ausbauen, weil wir offensiv sehr viele gute Entscheidungen getroffen und unsere herausgespielten Abschlüsse hochprozentig getroffen haben. Die zweite Halbzeit war dann ein bisschen schwächer, weil Leverkusen gut dagegengehalten hat, aber insgesamt war es wahrscheinlich sogar unsere beste Saisonleistung. Einzig die vielen Leverkusener Offensivrebounds waren ein Schwachpunkt. Jetzt freuen wir uns auf das nächste Derby und Top-Duell gegen Köln am kommenden Wochenende.“


Hauchdünne Niederlage unter neuem Trainer

Für das Team BonnRhöndorf stellte die Partie gegen die Young Gladiators Trier ein Debüt dar. Nachdem der bisherige Headcoach Dominik Seger seinen Posten abgegeben hatte, übernahm Lars von Saldern die Position als Cheftrainer und führte seine Mannschaft erstmals von der Seitenlinie. Es entwickelte sich von Beginn an ein eng umkämpftes Spiel, bei dem die Gäste aus Trier zunächst leicht die Nase vorn hatten (17:19, 10.). Im zweiten Viertel verteidigten die Bonn-Rhöndorfer immer besser, kassierten bis zur Halbzeitpause nur noch 15 Zähler und übernahmen vor dem Gang in die Kabine die Führung (40:34, 20.). Nach dem Seitenwechsel kontrollierte das Team BonnRhöndorf zunächst weiterhin das Geschehen und geriet das gesamte dritte Viertel nicht ein einziges Mal in einen Rückstand (61:54, 30.). Zu Beginn des Schlussviertels erhöhten die Hausherren ihren Vorsprung sogar auf elf Zähler und es sah so aus, als könnte Coach von Saldern in seinem ersten Spiel den ersten Sieg feiern (65:54, 32.). Dann setzte Trier jedoch zur Aufholjagd an. Bis in die Schlussminute konnte das Team BonnRhöndorf noch erfolgreich einen Führungswechsel verhindern. Nur wenige Sekunden vor Spielende übernahmen die Gäste durch Freiwürfe aber doch noch die letztlich entscheidende Führung. Endergebnis aus Bonn-Rhöndorfer Sicht: 72:75.

Stimme zum Spiel

Lars von Saldern (JBBL-Headcoach Team BonnRhöndorf):

„Ich bin unglaublich stolz auf diese Jungs. Wir hatten nur vier Trainingseinheiten zusammen bevor es gegen Trier ging. Es ging erst einmal darum als Team anzutreten, dass mit Aggressivität, Passing und Teamgeist mit und füreinander kämpft. Dies ist dem Team hervorragend gelungen, zwischendurch lagen wir sogar mal mit 10 Punkten vorne. Dass wir im vierten Viertel in der Offensive eingebrochen sind und nur 11 Punkte scoren konnten, tut dem Erfolg keinen Abbruch! Wir haben eine sehr junge Mannschaft, die auch noch lernen wird mit dem Druck am Ende eines solchen Spiels umzugehen. Auch ich werde die Mannschaft mit jedem weiteren Tag besser kennenlernen. Ich möchte keinen Spieler hervorheben, weil jeder einzelne seinen Beitrag geleistet hat. Wir sind auf einem sehr guten Weg, bei dem es darum geht, dass jeder Spieler, jeden Tag etwas besser wird und wir als Einheit immer weiter zusammenwachsen. Dieses Team ist viel besser, als es der Tabellenplatz vermuten lässt und wir werden alles für unser Saisonziel geben.“


Text: Pascal Gediga

Fotos: Jiří Papež