• 05.11.2026

Leverkusen abhaken und besser werfen

Mit dem toughen Auswärtsmatch in Göttingen werden die Aufgaben der Talents BonnRhöndorf in der 2. TOYOTA- Damen Basketball-Bundesliga keineswegs einfacher. Nach der Heimpleite gegen Leverkusen geht es am kommenden Sonntag (16.00 Uhr, Felix-Klein-Gymnasium) am 6. Spieltag gegen die Veilchen Ladies gewiss wieder ans Eingemachte. Nur mit einer wirklichen Top-Leistung können die Talents auf eine Chance beim TOP4 Teilnehmer der letzten Saison hoffen.

Leverkusen sei „abhakt“, betonte Talents Headcoach Bea Waffenschmied in der Retrospektive der letzten Partie, die bekanntlich verloren ging. Man habe gegen den Meister nicht gut genug performt und zurecht verloren. „Es war aber nur ein Spiel und kein Beinbruch.“ Lieber verweist die Übungsleiterin auf das letzte Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften aus dem Frühjahr, dass man seinerzeit – allerdings daheim – gegen die Veilchen Ladies gewinnen konnte.

Die Belgierin Alice Bremer und die Portugiesin Ana Faustino waren bereits im vergangenen Jahr DIE Leistungsträgerinnen in Göttingen. Dazu kam nun die US-Japanerin Sonia Marika Sato, die frisch vom College über den großen Teich wechselte. Von der jungen Weißrussin Nastassia Selivon verspricht man sich ebenfalls sehr viel. Unter dem Strich betrachtet ist das nach dem Abgang von Ružica Džankićs (wechselte nach Münster) heuer von der Italienerin Francesca Dotto betreute Team vielleicht nicht mehr ganz so stark besetzt wie im Vorjahr aber natürlich nach wie vor in der allerengsten Wahl, wenn es um die Ligafavoriten geht.
Göttingen ist als einziges Team noch ungeschlagen (5-0) und gewann bereits gegen Bochum und Osnabrück, also gegen zwei der besten Adressen der Nordgruppe. Wie man gegen Bremer (19.4 Punkte pro Spiel) und Faustino (16 PPG) spielen muss, zeigte Oberhausen am letzten Wochenende und hatte den neuen Tabellenführer am Rande einer Niederlage (62:64). Können die Talents die Oberhausener Blaupause matchen?



Ohne Frage braucht es am Sonntag wesentlich mehr Zielwasser als die Rheinländerinnen in den letzten beiden Spielen eingenommen hatten. Vor allem auch aus der Distanz (Oberhausen verwandelte 8 Dreier) muss es mehr Erfolgserlebnisse geben, wenn den Veilchen Paroli geboten werden soll. „Wir werden diese Woche mehr werfen“, hat Waffenschmied bereits angekündigt. Klingt komisch, ist aber im Basketball so, wenn man es nicht mit Vollprofis zu tun hat, die täglich trainieren können, sondern mit Studentinnen, die nebenher viel Zeit für Ihre Leidenschaft aufbringen müssen um Leistungsbasketball zu spielen.

„Göttingen spielt mit kleiner aber sehr feiner Rotation und ist individuell sehr stark“, erläutert Waffenschmied. Ihr Team erwarte ein sehr schwerer Brocken. Pointguard Lea Wolff wird den Talents in Göttingen leider weiterhin nicht zur Verfügung stellen.

Fotos: Jan Fante

Text: Franz-Werner Krausgrill