Warum eigentlich nicht den Tabellenführer ärgern?
Heimspiele gegen den Tabellenführer sind immer ein Highlight im Terminkalender, vor den eigenen Fans gegen das bisher ungeschlagene Topteam zu bestehen ist jedoch das Sahnehäubchen auf der Basketball-Torte. Und so treffen die Talents BonnRhöndorf am Samstag (17.00 Uhr, Elisabeth-Selbert-Gesamtschule) in der TOYOTA 2. Damen Basketball-Bundesliga auf die BG74 Veilchen Ladies Göttingen. Die Favoritenrolle ist klar verteilt.
Die Veilchen Ladies verfügen wie Leverkusen und Bochum – Insidern zufolge – über einen sechsstelligen Etat und das schlägt sich in der Güte des beschäftigen Personals nieder. Göttingen und Leverkusen gehören eigentlich gar nicht in eine zweite Bundesliga und nehmen nur Teil, weil die Anforderungen an Budget, Personal und Hallentechnik in der Basketballerischen Bel Etage noch höher sind und jene Umstände vor Saisonbeginn zum Verzicht auf die 1. DBBL zwangen. Das Resultat: beide Teams gewannen bisher zusammen 41 der 42 Partien in der Nordliga. Ein gesunder sportlicher Wettbewerb sieht womöglich anders aus.
So leistet sich Göttingen den Luxus, mit fünf Importspielerinnen anzutreten. Die beiden US-Zwillinge Sophia und Lilian Phillips, sowie Katherine Peneueta, die Portugiesin Ana Faustino und die Belgierin Alice Bremer sorgen für einen hochwertigen Kader, welcher bisher alle Herausforderungen bestand. Einzig in Bochum vor 14 Tagen wurde es sehr knapp für die BG, als man am Rande einer Niederlage stand und in erst der zweiten Overtime mit einem Punkt Vorsprung gewann.

Nachdem der Play-off-Zug für die Talents durch die bittere Niederlage in Bochum endgültig abgefahren ist und auch zur Abstiegsrunde genug Abstand besteht, kann Bea Waffenschmieds Team die verbleibenden drei Begegnungen entspannt angehen. Auf jeden Fall will man aber als Minimalziel Chemnitz in der Endabrechnung hinter sich lassen. Und am Samstag den Tabellenersten zu ärgern, sollte da doch mindestens auch drin sein.
Darauf baut auch die Trainerin, denn die Vorstellung ihres Teams im Bochum war über 35 Minuten durchaus sehenswert. „Wir müssen sicherstellen, dass wir auch über 40 Minuten gegen einen sehr guten Gegner auf diesem Niveau auftreten, dann gehen wir auch als Sieger vom Spielfeld“, sagte Waffenschmied.
Text: Franz-Werner Krausgrill
Fotos: Jan Fante
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