Erfolgreiches Debut in U15-Nationalmannschaft

BG-Spielerin Greta Kröger überzeugt in ihren ersten drei Länderspielen

Rund drei Jahre sind vergangen, seit Greta Kröger, Jahrgang 2004, für den 2003er Kader des Westdeutschen Basketballverbandes gesichtet wurde. Vom DBB-Turnier „Talente mit Perspektive“ in Osnabrück 2016 bis zum Bundesjugendlager in Heidelberg 2018 fiel die BG-Spielerin, die mit den Mädchen unserer U14 Ende Mai im Finale um die Deutsche Meisterschaft stand, immer wieder mit starken Leistungen auf – der verdiente Lohn: die Nominierung für die U15-Nationalmannschaft und die Teilnahme am internationalen Turnier in Bourges/Frankreich kurz vor den Weihnachtsferien!

Dort trafen die deutschen U15-Mädchen auf die Mannschaften von Tschechien sowie Frankreich Nord und Frankreich Süd. Zwar verlor das neu formierte deutsche Team ihre drei Partien gegen die eingespielten Gegnerinnen mehr oder weniger deutlich (65:88 / 34:67 / 41:49), mit ihrer persönlichen Leistung konnte Greta Kröger, die in dieser Saison bereits für die 1. Damenmannschaft der BG Bonn in der Oberliga aufläuft, aber dennoch sehr zufrieden sein: Bundestrainer Stefan Mienack gewährte der jungen Bonnerin in allen drei Begegnungen viel Spielzeit, in den Partien gegen Frankreich Nord und Frankreich Süd stand die BG-Spielerin, die insgesamt 12 Punkte erzielte, sogar in der Starting Five.

Entsprechend glücklich kann Greta an dieser Stelle von einem ganz besonderen Erlebnis berichten:

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Wie seid ihr Spielerinnen überhaupt nach Bourges gereist?

Ich bin mit unserer Teambetreuerin Nicola Happel, die auch als Trainerin in Rhöndorf arbeitet, zum Hauptbahnhof nach Frankfurt gefahren, wo wir die meisten anderen getroffen haben. Von  dort ging es weiter mit dem Zug nach Paris und dann zusammen im Reisebus nach Bourges.

Wo habt ihr denn während des Turniers gewohnt?

In einem Hotel ganz in der Nähe der Halle. Wir haben in 2-Bett-Zimmern übernachtet, aber unsere Trainer haben die Spielerinnen aufgeteilt – meine Bettnachbarin kannte ich bis dahin nur von einem Camp und dem Mini-Turnier in Göttingen…

Kannst du bitte einmal beschreiben, wie die 5 Tage, die ihr in Bourges verbracht habt, abliefen?

Am Donnerstag haben wir nur unsere Zimmer bezogen und uns von der Anreise ausgeruht. Von Freitag bis Sonntag haben wir jeweils am Vormittag trainiert, wir hatten zwei Teambesprechungen – eine am Morgen und eine vor dem Spiel – und am späten Nachmittag oder frühen Abend haben wir dann gespielt. Dazwischen haben wir uns auf unseren Zimmern ausgeruht. Und am Montag sind wir nach einer kurzen Abschlussbesprechung wieder nach Hause gefahren.

Und das Training?

Wir haben mit unseren Coaches vor allem an einer bestimmten Spielidee und an unserer Defense gearbeitet….

Erzähl mal von den Spielen! Warst du sehr aufgeregt?

O ja! Sehr! Besonders natürlich, als die Nationalhymnen gespielt wurden! Aber ich habe mich gleichzeitig auch gefreut, dass ich dort auf dem Feld stehen und das alles miterleben durfte.

Sobald das Spiel losging, war die Nervosität dann weg, und wir haben uns alle auf das Spiel konzentriert. Ich glaube, die Tschechinnen hatten schon mehrmals zusammen trainiert und waren besser eingespielt als wir. Darum hatten wir zu Beginn des ersten Spiels auch einige Turnover… – aber je länger das Spiel dauerte, desto besser haben wir gespielt, und ich denke, wir haben uns dann auch von Spiel zu Spiel gesteigert.

Was denkst du über deine Leistung in den drei Spielen?

Ich hab mich einfach gefreut, dieses Turnier spielen zu dürfen. Das ist wirklich noch einmal ein ganz anderes Niveau, auf dem in solchen Spielen gespielt wird! Und Tschechien und Frankreich sind ja auch keine ganz schlechten Teams…

Warst du nicht auch ein wenig stolz?

Ja… Schon…

Von ihrer ersten Saison 2012 in der U11 bis zum Finale der Deutschen Meisterschaft 2018: Greta im Trikot der BG Bonn

Weiter geht es für Greta und die  anderen Kaderspielerinnen des Jahrgangs 2004 aus unserem Verein im Februar auf einem Turnier in Steinbach. Danach werden die Spielerinnen für das nächste DBB-Leistungscamp im Frühjahr nominiert. Das Ziel: die anstehenden internationalen Turniere in Litauen und in Dänemark.

Wir gratulieren Greta noch einmal zu ihrem großen Erfolg und wünschen ihr alles Gute für 2019!