Herren 1 trotz Wut im Bauch knapp verloren

Mit der Halbzeitsirene verschwanden die 1. Herren der BG Bonn Meckenheim blitzschnell in der Kabine der Hildener Sportarena. Sie mussten ihrer Wut erstmal Luft machen. Der Spielstand war 27:47, 15 zu 2 Fouls, darunter drei technische (insgesamt vier), fünf abgepfiffene Schrittfehler bei der BG, null bei TuS Hilden, waren die nackten Zahlen. Die Ratlosigkeit stand allen ins Gesicht geschrieben. „Wir werden jetzt noch aggressiver spielen und alles in die Waagschale werfen. Wenn weiter so gepfiffen wird, ist das Spiel eh schnell vorbei, wenn nicht, dann drehen wir es!“, war die klare Marschroute von Trainer Torsten Schierenbeck. Die Mannschaft legte alles aufs Feld und drehte das Spiel fast.

Mit einem 8:0 Lauf starteten die Heimers in die 2. Halbzeit. Das Team mit unglaublicher Energie sah in der Offense immer den freien Mann. Zu Beginn waren es die Big Men Oliver Sävert und Till Henkel, letzterer erzielte im 3. Viertel alleine 14 Punkte. In der Verteidigung bauten die Gäste mit Steffen Zimmermann, Bennie Miller und Ruslan Sattarov extrem viel Druck auf die Außenspieler auf. Tomás Márquez Valasek musste aufgrund der frühen Foulprobleme von Adrian Bauz und des kurzfristigen Ausfalls von Matthias Kube auf die Flügelposition rotieren. Punkt für Punkt arbeiteten sich die Bonn-Meckenheimer heran, in der 31. Minute gelang tatsächlich der Ausgleich. In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, die Aufholjagd hatte aber viel Kraft gekostet. Einige vermeidlich einfache Würfe fanden nicht den Weg in den Korb und dennoch blieben die Heimers aufgrund ihrer sehr guten Verteidigung bis zum Schluss im Spiel. Bei 14 Sekunden vor Spielende und 2 Punkten Rückstand hatte die BG Bonn Meckenheim noch einmal den Ball und besprach in der Auszeit den letzten Angriff. Hilden wehrte den Versuch zu Lasten eines erneuten Einwurfs der Heimers ab. Die wollten den selben Spielzug erneut spielen, mussten jedoch improvisieren, fast mit Erfolg: Till Henkel konnte zum Korb ziehen und kam zum bedrängten Korbleger. Der fand jedoch äußerst knapp nicht das Ziel. TuS Hilden gewann die Partie mit 64:66. Das Team zeigte überragende Moral und hätte mit ein wenig Glück das Spiel trotz aller Widrigkeiten gewinnen können.

Viertel: 14:17, 13:30, 24:6, 13:13

Zimmermann (6 Punkte), Miller (17), Kuhnert (2), Sävert (12), Bauz, Henkel (20), Schmitz, Marquez Valasek, Sattarov (4)