U16.1m unterliegt Rheinstars

In der ersten Spielhälfte viel zu weit weg von den Gegenspielern und 9(!) Dreier zugelassen, in der zweiten Hälfte endlich aufgewacht und das Spiel gedreht… – am Ende verspielt die BG fahrlässig den herausgespielten Vorsprung, bevor die Schiedsrichter den Deckel auf eine denkwürdige Partie machen: Die BG Bonn verliert gegen die Rheinstars Köln mit 65:68 (16:27; 15:18; 16:8; 18:15).

Schon beim Aufwärmen ließen es die Bonner Spieler am Sonntag locker angehen… – und mit derselben Intensität gingen sie dann auch in ein Spiel, in dem die Gäste aus Köln während der ersten 20 Minuten nahezu ungestört punkten konnten, entweder von der 3-Punkte-Linie oder am Brett, zu dem sie sich ein ums andere Mal praktisch ohne Körperkontakt durchspielen konnten. Einzig Janos Bokodi, der 16 seiner insgesamt 24 Punkte in den ersten beiden Vierteln erzielte, ist es zu verdanken, dass die BG zur Pause nur mit 14 Punkten zurücklag.

Doch Coach Dominik Seger gelang es in der Kabine, seine Mannschaft wachzurütteln und neu auf den Gegner einzustellen. Denn fortan spielten die Gastgeber mit einer wesentlich höheren Intensität als zuvor und kämpften sich mit zahlreichen Ballgewinnen zurück in die Partie. Dabei waren es im letzten Viertel vor allem Linus Lücker und Jari Bertolini, die offensiv Akzente setzten und wenige Minuten vor dem Ende für eine knappe Bonner Führung sorgten. Das Spiel schien tatsächlich zu kippen, ehe einige leichtfertige Ballverluste in der Offensive dazu führten, dass die Rheinstars noch einmal ausgleichen konnten.

Dann das dramatische Ende: Abermals vertändeln die Bonner den Ball. Beim Stand von 65:65 hat Köln den letzten Angriff, aber Janos Bokodi gelingt es, auf Höhe der Mittellinie den Ball zu klauen – Fastbreak! Der Bonner Topscorer mit dem entscheidenden Korbleger 5 Sekunden vor dem Ende? – Denkste! – Der zurückgeeilte Center der Rheinstars blockt den Wurf – der Rebound landet bei Linus Lücker – ein Schiedsrichter pfeift – Foul? – Denkste! – der Block war ja sauber… – also Foul beim Rebound? – Denkste! – der Pfiff galt dem ersten Korbleger… – also ein falscher Pfiff – die Schiedsrichter entscheiden auf Sprungball und Einwurf für Köln, denn der Pfeil zeigt leider in die Gegenrichtung – damit ist die zweite Wurfchance, die Bonn ach dem Rebound hatte, dahin… – noch 5 Sekunden – Köln also doch noch mit dem letzten Angriff – ein Pass in die Ecke – die Schlusssirene ertönt – der Dreier fliegt… – …und fällt in den Korb! – Rechtzeitig? – Wieder diskutieren die Referees – Buzzerbeater für Köln zum Sieg oder Verlängerung? – Nach langen Sekunden: Der Korb (der 10. Dreier für die Rheinstars) zählt! – Köln gewinnt das Spiel.

Dominik Seger zieht ein nüchternes Fazit: „Natürlich waren die Entscheidungen der Schiedsrichter am Ende mehr als unglücklich. Aber wir haben uns die Niederlage in erster Linie selbst zuzuschreiben! Wir müssen einfach von Anfang an besser verteidigen und es gar nicht erst dazu kommen lassen, dass wir uns am Ende auf den Pfiff der Schiedsrichter verlassen müssen…“

Beim Nachholspiel gegen die Mannschaft von Bayer Uerdingen am kommenden Donnerstag wird jedenfalls von Beginn an eine höhere Intensität in Defense und Offense nötig sein, um gegen den Tabellenführer zu bestehen und Platz 2 in der Liga zurück zu erobern.

 

Es spielten: L. Götz (6), J. Bokodi (24), J. Bertolini (6), P. Weitz (2), T. Birk (1), J. Fürsattel (2), L. Lücker (8), P. Ahmerkamp (2), L. Thor (10), N. Giesgen (4).