U18.1m überzeugt trotz Niederlage

BG verliert mit 76:65 in Iserlohn

Ein gutes Spiel machte die U18.1m gegen den Tabellendritten aus Iserlohn, der mit zwei NBBL-Spielern und seinem Topscorer Elias Marei antrat. Krankheits- und verletzungsbedingt stand das Bonner Team um Dominik Seger mit nur acht Feldspielern auf der Platte, wobei Andre Chlund aus der „Zweiten“ erstmals in dieser Saison aushelfen musste und seine Sache sehr gut machte.

Überhaupt zeigte sich das Team von dem durchwachsenen Auftritt gegen die RheinStars erholt und spielte mit 24:19 ein ansprechendes erstes Viertel. Unter dem Korb versuchten Liam und Emil als einzige Großgewachsene den Korb sauber zu halten, was ihnen größenteils auch gelang. Und vorne wurde der Ball schnell durchgespielt, um dann zum rechten Zeitpunkt den Abschluss zu suchen. Mal von außen (Dreierquote lag bei ca. 70%), mal mit Zug zum Korb. Hätte man ein paar der leichteren Korbleger bzw. Floater noch versenkt, wäre sicher eine Halbzeitführung herausgesprungen. Was interessiert uns aber die Fahrradkette … 36:33 stand es zur Halbzeit für die Sauerländer. Egal, die U18.1 lag allemal noch in Schlagdistanz.

Auch das drittel Viertel ging mit 17:14 (53:47) leider knapp verloren. Dabei war dem Team aber mit zunehmender Spieldauer anzumerken, dass die intensive Abwehrarbeit Kraft gekostet hatte und die Konzentration im Angriff nachließ. Die Übersicht für den freien Mann fehlte plötzlich, blöde Schrittfehler und Unkonzentriertheiten bei den Freiwürfen häuften sich nun. Vor allem die vergebenen Freiwürfe waren ärgerlich, weil man sich für gute Entscheidungen im Angriff nicht angemessen belohnte. Aber auch unsere Big Men (Anmerkumg der Redaktion: bei der U18.1 ist alles über 1,85m zurzeit big) kamen in Foultrouble, so dass das Team spontan ein neues Abwehrsystem spielen musste. Das machte sie auch gut, aber es fehlte damit die Durchschlagskraft in der Offense, die es gegen einen so starken Gegner konstant braucht, um einem Team aus der oberen Tabellenregion ein Bein stellen zu können.

Dominik Seger: „Die Mannschaft hat heute wieder eines ihrer wirklich guten Spiele gemacht. Ich bin mit der Abwehr sehr zufrieden. Auch mit dem kurzfristigen neuen System, was wir notgedrungen spielen mussten. Das haben die Jungs echt gut umgesetzt. Und auch im Angriff waren wieder gute Ansätze zu sehen. Wir dürfen nicht vergessen, dass heute ein sehr junges Team auf dem Spielfeld war und unsere großen, erfahreneren Spieler gefehlt haben. Dadurch konnten wir bestimmte Dinge nur schwer spielen und das hat der Gegner nach dem zweiten Viertel auch für sich zu nutzen gewusst.“

Nächste Woche steht Düsseldorf an. Klar ist: Die U18.1 muss in dieser Liga einen guten bis sehr guten Tag in allen Mannschaftsteilen erwischen, wenn sie den Gegner lange ärgern will.

 

Es spielten und kämpften: Alberts, E. (2), Bertolini, J. (2), Chlund, A., Fresen, M. (27/1), Kuczaty, P. (6), Lücker, L. (2), Scheidel, T. (20/5), Thor, L. (6).

 

M.S.