Unsere BG-Coaches 2.0: Thomas Henning

Die BG Bonn-Meckenheim hat sich zu einem der größten und erfolgreichsten Basketballvereine in NRW gemausert – eine Entwicklung, die ohne das leidenschaftliche Engagement unserer Trainerinnen und Trainer undenkbar wäre! Darum sollen auch in dieser Saison an dieser Stelle wieder in loser Folge unsere Coaches vorgestellt werden, deren Arbeit hinter dem Erfolg unseres Vereins steht.

Diese Woche hat mit Thomas Henning, 39, ein ebenso erfahrener wie vielseitiger Trainer das Wort, der erst zu Beginn dieser Saison vom BC Marburg zu uns gewechselt ist. Aber schon jetzt ist klar: Thomas, der zurzeit unsere Damen 2 und die U18w betreut, ist ein echter Glücksfall für die BG Bonn!

 

Thomas, welche Hobbys hast du?

Wandern, Mountainbiking und Paddeln.

 Wie bist du denn zum Basketball gekommen?

Zum Basketball bin ich durch meinen ehemaligen Sportlehrer in Erfurt gekommen. Da war ich allerdings schon 17…

Wie bist du dazu gekommen, selbst eine Mannschaft zu coachen?

Das war in Bielefeld. Während meines Studiums wurde ich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, als Coach mit einzuspringen. So habe ich zuerst eine Schul-AG betreut, dann habe ich meine Trainerscheine gemacht.

Wie war deine Anfangszeit als Trainer?

Ich war zu Beginn natürlich noch sehr unerfahren. Wenn ich mir aus heutiger Sicht ansehen würde, was ich damals im Training gemacht habe, würde ich wahrscheinlich nur den Kopf schütteln… – aber damals war ich ja erst 21 oder 22 Jahre alt. Durch die Trainer Lizenzen, die ich abgelegt habe, habe ich dann aber schnell dazugelernt und mich immer weiter fortgebildet.

Welche Mannschaften hast du denn in der Vergangenheit gecoacht?

Ich habe eigentlich immer alles gemacht: Mit meiner B-Lizenz konnte ich Damen-Teams bis in die 2. Bundesliga coachen, Herren-Teams habe ich bis zur Regionalliga gecoacht, aber ich habe gleichzeitig auch immer im Mini-Bereich trainiert, Mädchen wie Jungs.

Wie bist du eigentlich bei der BG Bonn gelandet?

Harald Limböck und ich haben uns nach der Mini-Offensive, an der wir in zwei aufeinanderfolgenden Jahren teilgenommen haben, bei einer DBB-Fortbildung kennengelernt. Da haben wir ziemlich schnell gemerkt, dass wir in Sachen Basketball und Vereinsarbeit auf einer Wellenlänge liegen, und als ich mich bei einem Trainertreffen der BG Bonn den anderen Coaches vorgestellt habe, haben wir auch da schnell festgestellt: Das passt…

Worin liegt für dich der Reiz, im Mini-Bereich zu arbeiten?

Im Mini-Bereich begleitest du ja oft Kinder, die von Null kommen, also ganz neu mit dieser Sportart anfangen. Ich finde es faszinierend, die Kinder dann bei ihrer Entwicklung zu beobachten und zu sehen, wie viel Spaß am Basketball die Kids innerhalb kürzester Zeit entwickeln!

Unterscheidet sich die Arbeit mit Jungs und Mädels?

Eigentlich nicht. Ich habe in der Vergangenheit Jungs wie Mädels erlebt, die superehrgeizig achtmal in der Woche trainiert und Hochleistungssport betrieben haben, und solche, die eher ambitionierten Breitensport gesucht haben oder vielleicht auch nur zweimal in der Woche einfach ein bisschen auf den Korb werfen wollten. Das ist bei Jungs und Mädels letztlich das Gleiche.

Worauf legst du denn im Training besonderen Wert?

Ich lege großen Wert auf eine gute technische Ausbildung und auf Spielverständnis – je nach Leistungsvermögen natürlich, aber eigentlich in allen Teams

Nimmst du im Spiel viel Einfluss oder bist du eher ein ruhiger Trainertyp an der Seitenlinie?

Ich würde mich schon als aktiven Coach beschreiben – ich rufe recht viel von der Seitenlinie rein. Aber das ist, im Unterschied zum Fußball etwa, wo mich die Spieler ohnehin nicht hören, ja auch die Aufgabe eines Basketballcoaches. Ich habe ja viel größere Einflussmöglichkeiten als ein Fußballtrainer.

Offense-Fan oder Defense-Anhänger?

Das kann ich gar nicht sagen. Beides! Das ist ja auch das Schöne beim Basketball: Da brauche ich, anders als im Fußball, wo ich Stürmer oder Verteidiger habe, fünf Spieler oder Spielerinnen auf dem Feld, die alle gut verteidigen und den Ball in den Korb werfen müssen.

Welchen ersten Eindruck hast du seit Saisonbeginn von unserem Verein und der Jugendarbeit, die hier geleistet wird, gewonnen?

Ich bin, glaube ich, bei einem unheimlich lebendigen Verein gelandet, in dem ganz viel läuft und in dem sich viele Leute engagieren. Ich bin hier sehr gut aufgenommen worden.