Unsere BG-Coaches: Ivie Ojo

Heute im Blickpunkt: Ivie Ojo. Unsere U18-Spielerin, die auch für das Team der Damen 3 aufläuft, hat gerade ihre dritte Spielzeit als BG-Coach absolviert. In der gerade abgelaufenen Saison war sie für uns als Headcoach der U10.2w und als Assistentin von Sabine Fischer in der U10.1w tätig.

 

 

Ivie, wie bist du zum Basketball gekommen?

In der dritten Klasse habe ich zuerst nur in der Basketball-AG meiner Grundschule gespielt. Zur BG Bonn bin ich zusammen mit einer Freundin erst gekommen, als ich in der 7. Klasse war – das heißt, ich habe am Ende der U11 angefangen, meine ersten Trainerinnen waren Sabine Fischer und Elke Kohls…

Heute spiele ich in der U18.2w und im Team der Damen 3.

Wie bist du dazu gekommen, selbst eine Mannschaft zu coachen?

Eigentlich mehr durch Zufall. Ich habe, als ich noch in der U15 gespielt habe, einmal unseren ehemaligen FSJ’ler Nico im Training der U8 vertreten. Dabei hat mich Bea Waffenschmied unterstützt, und nachdem ich noch ein paar Mal eingesprungen bin, hat Bea mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, in der folgenden Saison als Coach in unserem Verein einzusteigen…

Wie war deine Anfangszeit als Trainerin?

Ich habe als Co-Trainerin von Sabine in der U9 angefangen. Das war auch gut so, denn weil ich selbst noch so jung war, habe ich mir zu Beginn noch nicht zugetraut, ein Team selbständig zu coachen. So konnte ich mir von Sabine – und auch von Bea oder Harald Limböck – viele Dinge abgucken, bevor ich zum ersten Mal allein Verantwortung für mein Team übernehmen musste, als Sabine einmal krank war. Dann war ich aber schon erfahren genug, dass mir die Kleinen nicht auf der Nase herumgetanzt sind.

Nach den Mädchen der U9 hast du auch für ein Jahr mit den Jungs in der U8 gearbeitet, bevor du als Trainerin endgültig bei den Mädels gelandet bist. Wie unterscheidet sich deiner Meinung nach die Trainingsarbeit mit Jungen und Mädchen?

Ich finde, Jungen setzen sich von Anfang an größere Ziele als Mädchen und freuen sich zum Beispiel riesig über ihren ersten Korberfolg, während Mädchen in dem Alter mit kleineren Erfolgen zufrieden sind, wenn sie es etwa schaffen, einmal auf dem Feld hin und her zu dribbeln, ohne den Ball zu verlieren… Die Jungs konkurrieren viel stärker miteinander, denke ich. Darum trainiere ich im Mini-Bereich lieber die Mädchen.

Welche Ziele hast du denn als Trainerin?

Ich möchte auf jeden Fall zunächst einmal im Mini-Bereich bleiben. Die Arbeit mit meiner U10, in der ich mit nur ganz wenigen Spielerinnen angefangen habe, bis ich mein jetziges Team zusammenhatte, macht mir einfach viel zu viel Spaß! Aber irgendwann würde ich dann tatsächlich auch gern einmal eine U16-Mannschaft trainieren, vielleicht sogar ein Jungen-Team so wie Iqra Adan…

Wie würdest du dich selbst als Coach charakterisieren? Was ist dir im Training wichtig?

Am wichtigsten ist mir, dass die Kinder nach dem Training zufrieden nach Hause gehen! Ich möchte, dass meine Spielerinnen Spaß am Basketball entwickeln! Denn wenn sie Spaß haben, dann bemühen sie sich auch und geben Gas im Training.

Und an der Seitenlinie? Wie agierst du als Coach im Spiel?

Ich versuche immer, von außen Einfluss zu nehmen. Ich kann nicht ruhig neben der Bank stehen und auf die Viertelpause oder Auszeit warten! Ich rufe also ziemlich viel rein, aber dabei versuche ich immer, positiv zu bleiben und meine Spielerinnen zu loben und zu motivieren…

Was war dein bisher schönstes Erlebnis als Basketballcoach?

Das war der erste Sieg meiner Mädels! Da es in unserer Altersklasse noch keine reine Mädchen-Liga gibt, spielen wir während der regulären Saison immer gegen Jungen-Teams, in denen höchstens mal das eine oder andere Mädchen mitspielt. Darum fahren wir, wann immer das möglich ist, auf Turniere, bei denen dann doch auch andere Mädchen-Teams am Start sind… – ja, und an den ersten Sieg auf einem solchen Turnier und die Freude meiner Mädels kann ich mich noch ziemlich gut erinnern!

Welches BG-Team wirst du in der kommenden Spielzeit trainieren?

Nach meinem Schulabschluss werde ich als BG-Coach für eine Saison pausieren, denn ich werde – so ähnlich wie Lena Fischer – ein Jahr lang an einer Gehörlosen-Schule in Tansania als Englisch- und Sportlehrerin arbeiten und möchte dort ein Basketballprojekt starten…

Über welche Organisation hast du dich für dieses Auslandsjahr beworben?

Über den ASC Göttingen, genau wie Lena.

Schickst du uns dann auch Berichte und Fotos aus Afrika?

Ja, natürlich. Gerne.