Unsere BG-Coaches(16): Leon Wolf

Die BG Bonn-Meckenheim hat sich zu einem der größten und erfolgreichsten Basketballvereine in NRW gemausert – eine Entwicklung, die ohne das leidenschaftliche Engagement unserer Trainerinnen und Trainer undenkbar wäre! Darum sollen an dieser Stelle in loser Folge unsere Coaches vorgestellt werden, deren Arbeit hinter dem Erfolg unseres Vereins steht.

Das Beispiel von Leon Wolf, 18, der in dieser Spielzeit unsere U12.3 und U18.2 betreut, zeigt wieder einmal, mit wie viel Enthusiasmus sich gerade auch unsere jüngeren Trainer für die BG engagieren!

 

Leon, wie bist du zum Basketball gekommen?

Als ich 12 Jahre alt war, bin ich regelmäßig zum Roten Platz in Kessenich gegangen – das war der Freiplatz neben der alten Gottfried-Kinkel-Realschule, wo jetzt die neue Gesamtschule gebaut wird. Da haben ganz unterschiedliche Leute, meistens ältere Jugendliche, zusammen Basketball gespielt. Sogar Fabian Thülig, der sozusagen um die Ecke wohnte, ist da hin und wieder mal vorbeigekommen… Am Anfang habe ich die meiste Zeit nur zugeschaut, bevor ich mal eine halbe Minute lang mitspielen durfte, aber dort habe ich meine Liebe zum Basketball entdeckt!

Und wie bist du zur BG Bonn-Meckenheim gekommen?

Mit 13 Jahren bin ich zuerst einmal bei den Telekom Baskets Bonn gelandet und habe dort in der U18 gespielt. Das klingt komisch, ich weiß, aber zum Training der U14-Mannschaft, in der ich hätte spielen können, sind damals weit über 25 Spieler gekommen – da habe ich lieber mit den älteren Jungs mittrainiert, wie ich es vom Freiplatz kannte, bis mich ein Kumpel mit zum Training von Alexander Men U16 bei der BG mitgenommen hat. Als ich so seit Jahren zum ersten Mal mit Gleichaltrigen zusammen gespielt habe, hat es irgendwie Klick gemacht. Das Training bei Alex, der einer der am besten organisiertesten Trainer ist, die ich kenne hat mir direkt riesigen Spaß gemacht und die ersten Spiele verliefen so gut, dass ich bei der BG geblieben bin.

Wie bist du dazu gekommen, selbst eine Mannschaft zu coachen?

Als ich verfolgt habe, wie Rouven Rott, den ich aus meiner U16 kannte, als Trainer bei Harald Limböck eingestiegen ist, bin ich irgendwie neugierig geworden und habe Alex gefragt, ob noch ein Co-Trainer gebraucht würde. So habe ich dann eine Saison lang Alex mit seinem U14-Oberliga-Team unterstützt. In der Saison danach habe ich dann die U10.3 übernommen.

Wie war deine Anfangszeit als Trainer?

Am Anfang habe ich das Training der U14.2 freitags immer eine halbe Stunde lang allein geleitet, weil Alex nicht so früh konnte. Das war natürlich ein bisschen komisch, weil ich selbst kaum älter als die Spieler war. Aber die Zusammenarbeit mit Alex war von Anfang an so freundschaftlich und das Training mit den Jungs hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich Feuer gefangen habe. Mir macht die Arbeit als Trainer so viel Spaß, dass ich zu Beginn dieser Saison gleich vier Mannschaften übernommen habe: die U10.2,U12.3, die U18.2, in der ich auch selbst spiele, und die U18.3. Das ist mir dann neben der Schule aber zu viel geworden… Darum habe ich die U18.3 und U10.2 schweren Herzens abgegeben, obwohl das mit die lustigsten, motiviertesten und coolsten Jungs sind, die ich kenne!

Was ist dir im Training besonders wichtig?

Bei den Jüngeren steht natürlich der Spaß im Vordergrund. Ohne Spaß können wir die Kinder nicht halten, ohne Spaß bleiben die nicht beim Basketball! Und das Lächeln eines 11Jährigen, der sich darüber freut, dass er seine Korbleger trifft, erwärmt wirklich jedem sein Herz! Bei den Älteren ist mir die Disziplin im Training sehr wichtig! Da habe ich mir viel von Torsten Schierenbeck abgeguckt…

Wie gestaltest du denn dein Training? Woher nimmst du deine Ideen?

Ich gehe ja im Rahmen meiner C-Trainer-Ausbildung regelmäßig zu Trainerseminaren, wo ich sehr viele Übungen kennen gelernt habe. Außerdem nutze ich natürlich das Trainerhandbuch vom WBV, tausche mich mit anderen Trainern (und auch mit meinen Spielern in der U18!) aus und ich profitiere natürlich enorm von unseren internen Trainerfortbildungen!

Was war dein bisher schönstes Erlebnis als Basketballcoach?

Das ist eine schwierige Frage… Vielleicht der Sieg mit meiner U12.5 in der vergangenen Saison gegen die Telekom Baskets Bonn in der Kreisliga. Da haben wir bis kurz vor Schluss noch mit 10 Punkten zurückgelegen und durch mehrere Dreier in den letzten beiden Minuten das Spiel noch gedreht! Das war echt krass, wie meine Mannschaft da aufgedreht hat!

Welche Ziele hast du mit deinen Teams in dieser Saison und du als Coach für die Zukunft?

Mit der U18.2 will ich in dieser Saison auf jeden Fall Kreismeister werden. Am 6. Februar haben wir das wohl entscheidende Spiel um die Meisterschaft gegen Bad Münstereifel (20:00 Uhr, Wasserland)! Als Coach will ich persönlich zuerst einmal meine C-Trainer-Lizenz machen. Vielleicht studiere ich nach meinem Auslandsaufenthalt Sportmanagement und kann später mal was beim WBV machen, aber das liegt alles noch in ferner Zukunft…

Hast du einen Lieblingsspieler in der Bundesliga?

Mein Lieblingsspieler in der BBL ist vielleicht Ryan Thompson, weil er so gut im eins-gegen-eins ist, aber an sich verfolge ich die BBL nicht wirklich.

Die Schlussfrage: Was gefällt dir eigentlich am Basketball so gut?

Das sind so viele Aspekte: der konstante und irrsinnig schnelle Wechsel von Offense und Defense, beeindruckende Aktionen wie Dunks oder Blocks, tolle Bewegungen im eins-gegen-eins, die ganze Komplexität des Spiels fasziniert mich. Aber wenn ich meine Liebe zum Basketball mit einem einzigen Aspekt erklären müsste, dann würde ich das Geräusch beim Swish nennen! Das macht einen Basketballspieler echt süchtig!