1. Damen (OL): Dem Außenseiter BG Bonn-Meckenheim ist eine kleine Sensation geglückt

Gegen den Tabellenvierten der Regionalliga, der BG Hagen, gelang ein am Ende beeindruckend deutlicher 80:48 (12:17, 22:14, 24:13, 22:4) Heimerfolg.

Damit zieht der Oberligist (derzeit auf Platz 4 rangierend) in das WBV-Pokalfinale ein, welches als Hin- und Rückspiel ausgetragen wird. Der Gegner wird am Donnerstag zwischen den Citybaskets Recklinghausen und den Rheinstars Köln (beide Regionalliga) ermittelt. Ausschlaggebend für den Erfolg war die herausragende Leistung von der ehemaligen Erstligaspielerin Kirsten Mohr (28 Punkte), die zusammen mit Barbara Sundermann (13) effektiv die Kreise Hagens bester Spielerin, Birgit Jockenhövel, eingrenzte.

Zunächst sah alles nach einem Favoritensieg aus. Die Gastgeber starteten nervös, daran änderte auch eine Auszeit in der 3. Minute nichts. Es dauerte bis zum 2:10 (6. Minute) ehe die ersten Punkte auf Bonner Seite gelangen. Doch schließlich verlor man die Scheu vorm Gegner und erinnerte sich an eigene Stärken.

So konnte nach zwischenzeitlichen 2:15 (7. Minute) Rückstand dank eines 10:0 Laufes noch für ein einigermaßen versöhnlichen Abschluss des Viertels gesorgt werden. Dennoch lief auch im zweiten Spielabschnitt nicht alles wie am Schnürchen. Die Gäste zogen auf 13:27 (13. Minute) davon. Schließlich platze Offensiv der Knoten, und gleichzeitig konnte Birgit Jockenhövel, die sich bis dahin für die Hälfte der Hagener Punkte verantwortlich gezeichnet hatte, zunehmend besser kontrolliert werden. Bis zur Halbzeit gelangen den Rheinländerinnen beeindruckende 21 Punkte, während sie auf der Gegenseite deren nur magere vier zuließen. Der Regionalligist hatte sichtliche Schwierigkeiten, sich auf die wechselnde und gut aufgestellte Verteidigung der  Bundestädterinnen einzustellen. So ging es mit einer knappen Führung in die Halbzeitpause, das Spiel war erst einmal gedreht, aber noch lange nicht vorbei.

Im dritten Spielabschnitt zauberten beide Teams sehr ansehnlichen Basketball aufs Parkett. Da es die Bonner allerdings verstanden, immer wieder Lücken in die Verteidigung der Hagener zu reißen und diese mit großem Selbstbewusstsein ausnutzten, schwang das Pendel immer mehr auf die Seite der Gastgeber. Zum Ende des dritten und am Anfang des letzten Viertels stemmten sich die Gäste noch einmal gegen die drohende Niederlage, das Spiel drohte zu kippen. Doch in dieser Phase versagten den Westfalen die Nerven an der Freiwurflinie. Nur 5 von 10 Würfen fanden das Ziel – zu wenig, um noch einmal in Schlagdistanz zu kommen(58:48, 33. Minute). Von da an spielte nur noch eine Mannschaft. Ein 22:0 Schlusssprint besiegelte die Niederlage, die am Ende zu hoch ausgefallen ist und nicht den über weite Strecken engen Spielverlauf widerspiegelt.

„Wir hatten sicherlich das nötige Glück, das man braucht, um als Oberligist im Pokal so weit zu kommen. Durch unsere Leistungen in diesem und den vergangenen Spielen haben wir uns aber das Finale verdient. Ich hoffe, das auch die Spielerinnen, die heute leider nicht so zum Zug gekommen sind, begreifen, wie wichtig sie für das Team sind und wie stolz sie sein dürfen, das wir das zusammen erreicht haben.“ zeigte sich BG-Trainer Schöpfer mehr als zufrieden über den Finaleinzug.

Es spielten:
Jessica Benecke (2), Melanie Grauer (8), Hanna Kaibel (11/1), Angelika Kronsbein (0), Kirsten Mohr (28), Kim Ohm (1), Anke Schneider (0), Snezana Stanisavljevic (12/2 Dreier), Barbara Sundermann (13), Beatrix Waffenschmied (5/1).