Unsere BG-Coaches 2.0: Tim Müller

Die BG Bonn-Meckenheim hat sich zu einem der größten und erfolgreichsten Basketballvereine in NRW gemausert – eine Entwicklung, die ohne das leidenschaftliche Engagement unserer Trainerinnen und Trainer undenkbar wäre! Darum sollen auch in dieser Saison an dieser Stelle wieder in loser Folge unsere Coaches vorgestellt werden, deren Arbeit hinter dem Erfolg unseres Vereins steht.

Den Anfang macht in dieser Spielzeit Tim Müller, 16, der nach seinem Sprung ins kalte Wasser als hauptverantwortlicher Trainer unserer U12.3 mit seinen jungen Wilden auf Anhieb erfolgreich in die Oberliga-Saison gestartet ist.

 

Tim, wie bist du zum Basketball gekommen?

Ich habe eigentlich immer Fußball gespielt, hatte dann aber keine Lust mehr auf diesen Sport. Durch meinen Freund Josha und meine Mutter, die früher auch bei der BG Bonn Basketball gespielt hat, bin ich vor ungefähr zwei Jahren dann endlich beim richtigen Sport gelandet. Da war ich 14 Jahre alt…

Wie bist du dazu gekommen, selbst eine Mannschaft zu coachen?

Als Janne, mein kleiner Bruder, in der U10 gespielt hat, suchte Harald Limböck einen neuen Co-Trainer für dieses Team. Er war natürlich ganz froh, als ich ihn angesprochen und gefragt habe, ob ich ihn unterstützen könnte.

Wie war deine Anfangszeit als Trainer?

Der Einstieg ist mir sehr leicht gefallen, weil ich durch Janne einige Spieler in der Mannschaft ja schon kannte – die haben mich als großen Bruder von ihrem Mitspieler gleich akzeptiert. Außerdem hat Harald mir natürlich sehr geholfen.

War es für dich ein großer Schritt, als Headcoach Verantwortung für eine unserer Mannschaften zu übernehmen?

Eigentlich nicht. Durch die Erfahrungen, die in als Co-Trainer gesammelt habe, habe ich mich als Trainer und auch persönlich natürlich weiterentwickelt und bin selbstbewusster geworden. Ich habe mir das nach all dem, was ich von Harald und auch von unserem anderen Mini-Trainer, René Steffens, gelernt habe, jedenfalls zugetraut.

Wie gestaltest du denn dein Training? Woher nimmst du deine Ideen?

Ich greife natürlich auf Trainingsübungen zurück, die ich bei Harald kennengelernt habe. Aber ich recherchiere auch im Internet, schaue mir das eine oder andere Trainingsvideo an und denke mir auch selbst Übungen aus. Harald und ich führen das Training gemeinsam durch und wechseln uns oft mit den einzelnen Übungen ab…

Aber die Spiele deines Teams coachst du allein, richtig?

Ja, das habe ich in der vergangenen Saison auch schon hin und wieder gemacht. Der offizielle Startschuss waren dann die Vorbereitungsturniere, an denen die U12.3 teilgenommen hat.

Wie kommst du denn mit deinem neuen Team klar?

O, ich habe eine super Truppe! Luisa und die Jungs können echt schon supergut Basketball spielen, und es macht mir riesigen Spaß, mit den Kids zu arbeiten, auch wenn sie manchmal ein bisschen laut und schwer zu bändigen sind… – aber das gehört ja dazu.

Wie würdest du dich selbst als Coach charakterisieren? Bist du ein strenger Trainer?

Nee, ich glaube, ich bin recht locker. Ich lasse gern den einen oder anderen Spaß durchgehen…

Und an der Seitenlinie? Wie agierst du als Coach im Spiel?

Ich versuche, von der Seitenlinie während des Spiels viele Tipps zu geben und viel zu loben, um die Kids zu motivieren. Auszeiten nehme ich nur, wenn es unbedingt nötig ist, weil ich den Spielfluss nicht stören will…

Offense oder Defense?

Das, was ich im Spiel von meiner Mannschaft sehen will, ist vor allem eine gute Defense! Mit einer guten Defense und einem schnelles Fastbreak-Spiel haben wir am leichtesten Erfolg in der Liga.

Was war dein bisher schönstes Erlebnis als Basketballcoach?

Das war das Turnier in Recklinghausen im September. Da haben wir ohne eine einzige Niederlage die Oberliga-Gruppe gewonnen, obwohl mit Luisa nur ein Mädchen in unserer Mannschaft Jahrgang 2006 ist und alle anderen Spieler jüngerer Jahrgang sind!

Verfolgst du regelmäßig die Basketball-Bundesliga oder die NBA?

Bei uns zu Hause läuft praktisch jeden Tag irgendein Basketballspiel! Meine Brüder und ich sind große Fans der NBA und des amerikanischen College-Basketballs. Ich finde vor allem Lonzo Ball von den Los Angeles Lakers klasse! Der hat eine unglaubliche Übersicht! Aber ich gucke mir natürlich auch regelmäßig die Spiele der Telekom Baskets an…