WNBL: Slammers Girls versäumen, den Sack zuzumachen

 

Dass es ein enges Spiel werden würde, hatte wohl jeder erwartet. In der Schlussphase war das Glück eben auf Seiten der Gäste. Aber der Reihe nach.

In der mit knapp hundert Zuschauern gut besuchten Halle im Bonner Pennenfeld starteten die Slammers Girls wie gewohnt mit hohem Tempo. Allerdings gelang es den Rheinländerinnen im 1. Viertel nicht, sich entscheidend abzusetzen. Bis zur Viertelpause waren es vielmehr die Gäste, die dranblieben und einen Rückstand von zwischenzeitlich sechs Punkten auf 14:12 verkürzten.

Das 2. Viertel gehörte zunächst den Slammers Girls. Nach Korberfolgen von Kristina Pellens, Hannah Stier und einem erfolgreichen Dreipunkt-Wurf von Greta Mengelkamp lagen die Gastgeberinnen wiederum mit fünf Punkten vorne. Leider konnte in dieser Phase die Intensität aus den Anfangsminuten nicht aufrechterhalten werden. Bis zur Halbzeit wendete sich das Blatt, so dass die Rheinländerinnen letztlich mit einem 28:31-Rückstand in die Pause gingen.

Ein ähnliches Bild bot das 3. Viertel. Die Slammers Girls übernahmen erneut das Kommando. Wenige Sekunden nach Wiederanpfiff glichen sie durch einen Dreier von Larissa Felten zum 31:31 aus und übernahmen bis zur fünften Minute die Führung, jedoch ohne die Gäste aus dem Ruhrgebiet wirklich abschütteln zu können. Den darauf folgenden offenen Schlagabtausch beendete Julia Bauchmüller (6), die innerhalb von 1,5 Minuten fünf Punkte in Folge erzielte und ihr Team damit erneut in die Vorhand brachte. Gut eine Minute vor dem Ende des 3. Viertels traf Liv Gilles zum knappen 46:44, das bis zum Schlussviertel gehalten wurde.

Der Verlauf des letzten Spielabschnitts ist aus Sicht der Slammers Girls schnell erzählt. War die Partie in den  ersten drei Minuten noch völlig offen, unterliefen den sonst gerade in der Schlussphase so souveränen Gastgeberinnen eine ganze Reihe von unnötigen Fehlern, die dazu führten, dass die Metropol Girls allzu leichte Punkte einheimsen konnten. Auf der anderen Seite war der Korb der Gegner wie zugenagelt. Und so waren es am Ende die Gäste, die nach dem 50:58-Endstand die aus Hürth ins Ruhrgebiet importierte „Hymne“ am Mittelkreis zelebrieren konnten.

Coach Steffi Lippold und ihr Team haben nun eine Woche Spielpause und wollen die Zeit nutzen, um am 27.11.2016 gegen den Herner TC zurückzukommen.

Für die Slammers PEAK Girls Hürth/Bonn spielten: Hannah Stier 10, Kristina Pellens 8, Larissa Felten 7/1, Greta Mengelkamp 7/1, Julia Bauchmüller 6, Sena Balci 3, Lena Fischer 3, Hannah Borghese 2, Tanith Elsner 2, Liv Gilles 2, Linda Friese und Tamina Müller.

 

Text: Sandra Weeger-Elsner